Menschen-Nachbarn-Schicksale, NS-Opfer im rechtsrheinsichen Koblenz - verfemt,verfolgt, vergessen? Freitag, 22. März, 19.30 Uhr, Ev. Kirche Koblenz-Pfaffendorf, Emser Straße 22

Menschen – Nachbarn – Schicksale

NS-Opfer im rechtsrheinischen Koblenz – verfemt, verfolgt, vergessen? 

 

Die Ev. Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf geht in Kooperation mit dem Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. auf Spurensuche vor Ort. Dazu wird die Geschichte im rechtsrheinischen Koblenz während der NS-Zeit und danach erstmals umfangreicher präsentiert.

 

Im Frühjahr 2019 gibt es an vier Standorten der Kirchengemeinde Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Beginn ist im März in der Pfaffendorfer Kirche mit dem Schwerpunkt auf dem Verfolgungsschicksal der Koblenzer Sinti. Im April steht in der Versöhnungskirche in Arenberg der Widerstand gegen den Nationalsozialismus am Beispiel des Koblenzer Armeeoberpfarrers und Widerständlers Friedrich Erxleben im Mittelpunkt. Im Mai geht es im Jugendhaus „Katharina-von-Bora“ auf der Pfaffendorfer Höhe um Jugend im Nationalsozialismus. Im Juni steht in der Lutherkapelle in Horchheim das Thema Zwangssterilisationen und NS-Euthanasie am Beispiel rechtsrheinischer Opfer im Vordergrund.

 

Begleitet werden die Vortragsveranstaltungen von Ausstellungen, in denen beispielhaft die Lebensgeschichte von Frauen und Männern aus dem rechtsrheinischen Koblenz und der Umgebung vorgestellt wird, die im Nationalsozialismus schwere Verfolgung erlitten haben.

 

Vor den Veranstaltungen finden „Ortstermine“ in den jeweiligen Stadtteilen statt, an denen „Stolpersteine“ aufgesucht werden, die in Erinnerung an die Menschen verlegt wurden, die in den jeweiligen Häusern gelebt haben, bevor sie in der Nazizeit ermordet wurden. Für diejenigen, die den Fußweg nicht bewältigen können, steht 15 Minuten vorher am jeweiligen Veranstaltungsort des Abends ein Gemeindebus für den Transfer bereit.

 

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

 

Freitag, 22. März 2019, 19.30 Uhr

Vom Paulus zum Saulus und zurück? - Heinrich Weinmann, Pfarrer in Pfaffendorf von 1932 – 1945

Pfarrer i. R. Ulf Rademacher porträtiert in einem Vortrag den Pfaffendorfer Pfarrer Heinrich Weinmann, der in der NS-Zeit ein sehr engagierter Anhänger der „Deutschen Christen“ war, die die Gleichschaltung der Kirche mit dem NS-Staat herbeizuführen suchten. Die „Neugeburt der Kirche“ war für Weinmann angesagt, „weil uns im Führer ein so einzigartiger Gottgesandter entstanden ist“.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung  11. – 24. März 2019:

Sonntag, 17. 3., 13.00 – 16.00 Uhr

Donnerstag, 21. 3., 16.00 – 18.00 Uhr

Freitag, 22.3., 17.00 – 19.30 Uhr

Sonntag, 24. 3., 13.00 – 16.00 Uhr

und nach Vereinbarung (Tel. 0261/75605)

 

 

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